ReCap: 9. eco Mobile Business Trends Juni 2016

10.06.2016  • Unternehmensberatung

Eine ReCap von Christoph Kleine, Management Consultant @ Iskander Business Partner.

Die Mobile Business Trends ist eine Networking Veranstaltung des eco – Verband der Internetwirtschaft e.V., die am 09.06.2016 in der Sky Lounge des Vodafone Campus stattfand. Die Agenda und weitere Daten finden sich auf der Eventseite Mobile Business Trends.

Fazit – Das Warten auf die großen Daten

Unter dem Thema “Das Internet der Dinge und die Datenfrage: Aus Daten Geld machen – wie läuft das eigentlich?” hat sich die Veranstaltung auf die Fahne geschrieben einen Einblick in den Status Quo des Internet of Things und der Big-Data-Entwicklung zu geben. Dies gelang mit einigen Experten aus Industrie und Dienstleistung sehr gut. Unterschwellige Kernaussage schien aber auch zu sein: “Es wäre noch deutlich mehr möglich, wenn …”

Die 3 Kern-Learnings der Veranstaltung:

1 Es gibt Menschen und Unternehmen, die die Themen Internet of Things und die dahinterliegenden Datenkonstrukte treiben und sich in Piloten oder sogar realen Projekten damit beschäftigen. Dies ist ein wichtiges Signal für den Markt.

2 Zurzeit werden viele Bewegungen in den jeweiligen Feldern noch mit Fingerpointing gegen Hersteller und andere Teilnehmer des IoT-Ökosystems ersetzt. Einige der Anwesenden Unternehmen könnten, nach ihrer Einschätzung, deutlich weiter im Bereich Maschine-To-Maschine und Connectivity sein, wenn mehr Hersteller und generell Unternehmen ihre Systeme zugänglicher machen würden.

3 Big Data und Datenschutz gehen einher. In vielen der Vorträge aber auch der nachgelagerten Diskussionen etablierte sich das Thema Datenschutz häufig als Angelpunkt der Debatte – ein weitestgehend geteiltes Bedenken, das nicht nur auf Konsumenten-, sondern auch auf Industrie-Seite omnipräsent ist. Für einige Beteiligte scheinen auch die Regelung des Datenschutzes der Wegbereiter für weitere Fortschritte in den jeweiligen Technologien zu sein.

Keynote: Von Produkten zu Services und neuen Geschäftsmodellen

Bodo Körber, Geschäftsführer Accenture Digital, gab den Gästen in 30 Minuten einen spannenden Flug über die Materie Internet of Things und Industrie 4.0 aus dem Beratungsalltag. Einziger Wehrmutstropfen: Das Zeitfenster von 30 Minuten war bei weitem nicht genügend Zeit, um die aktuellen Entwicklungen in Tiefe zu betrachten.

Spannende Erkenntnis: Auch Powerpoint-Folien können durchgängig wie Infografiken aussehen.

Mobile Trends 2016/2017 – Tops, Flops und lahme Enten

Dr Bettina Horster Mobile Business Trends

Dr. Bettina Horster: Mobile Trends 2016/2017 – Tops, Flops und lahme Enten

Dr. Bettina Horster, Vorständin der VIVAI Software AG und Direktorin Mobile eco e.V. fokussierte die Gäste auf die Tatsache, dass wir uns (auch als Konsumenten) bereits mitten im rapiden Digitalisierungsprozess befinden, während wir über die “Herausforderungen to come” unterhalten. Curated Shopping ist bereits nutzbar: wir unterhalten uns mit Siri und Google Now und einige Ideen wie z.B. Virtual Reality oder Wearables werden bereits jetzt hart auf ihre Massentauglichkeit evaluiert.

Auch wenn der Vortrag den Bereich Internet of Things und Data teilweise nur streifte, adressierte er den noch ausstehenden “Buy-In” für die Digitalisierung für die Deutsche Unternehmen.

Datennutzungskontrolle für innovative Geschäftsmodelle

Was auf der Agenda aussah wie ein trockener Vortrag über Datenschutz und Regulierung, entpuppte sich als eine der zündenden Ideen des Abends: Dr. Jörg Dörr und sein Team vom Fraunhofer Institut IESE haben ein Framework IND2UCE zum Rollen- Rechtemanagement für Datenströme entwickelt. Die These dahinter: Wenn Unternehmen schematisch entscheiden können, was und wie dies mit wem geteilt wird, können so auch partiell Daten andere Teilnehmer im IoT-Ökosystem weitergegeben werden. Dies könnte die oftmals restriktive Haltung im aktuellen Markt in Zukunft deutlich aufweichen.

Ein sicherlich Richtungweisendes Projekt mit dem sich viele Unternehmen auch nach der Setup-Phase ihrer Digitialisierungsprojekte noch beschäftigen werden …

Made in NRW – Anwender berichten

Die Podiumsdiskussion “Made in NRW – Anwender berichten” brachte noch einmal mehr neue Themen in die Veranstaltung als nur Bestehendes zu beleuchten.
Mit dabei: Stefan Meyer-Spickenagel, Partner bei Iskander Business Partner, der mit dem Kompetenzbereich “eSIM” nochmal die Netz-Infrastruktur- und Geschäftsmodell-Perspektive hinter dem Internet of Things in die Debatte einbrachte.

Stefan Meyer Spickernagel Iskander Mobile Business Trends

Stefan Meyer-Spickernagel (Iskander Business Partner) im Panel „Made in NRW – Anwender berichten“

Weitere Teilnehmer des Podiums:

Reinhard Flötotto, Projektleiter letsbesmart: Der langjährige Geschäftsführer der Flötotto Systemmöbel GmbH, hat es sich nach seiner erfolgreichen Unternehmerkarriere noch einmal zur Aufgabe gemacht den IoT-Markt aufzurollen. Dazu forciert mit dem Projekt die Themen Smart Home und Connectivity, um Kunden nicht nur mit Möbel auszustatten, sondern das Umfeld auch sinnvoll zu verbinden.

Peter Schenkel, Associated Partner – Head of MTI, MHP – A Porsche Company: Als Repräsentant der Automobil-Industrie ist Schenkel mit der Herausforderung konfrontiert, die Datenbrille in ein sehr emotional und teilweise auch irrationales Produkt zu bringen. Das Ergebnis: Erste Piloten mit connected Cars in Deutschland.

Marc Arnold,Geschäftsführer, HPM Facility Management GmbH: Arnold bringt die Connectivität in das Facility Management. Sein Unternehmen agiert bereits auf einem sehr operativen Level mit Sensorik und Datenanalyse zur Prozessoptimierung und Kostenreduktion seiner Kunden. Außerdem konnte Arnold einige interessante Praxis-Beispiele aus seiner Zeit als Country Facility Manager bei IKEA beisteuern.

Bodo Körber, Geschäftsführer Accenture Digital (siehe Key-Note).

 

Hier kann die Pressemeldung heruntergeladen werden.

Ein paar Bilder zum Event sind vom Veranstalter hier auf flickr bereitgestellt worden.